Warum kommen meine Panikattacken immer abends?

Warum kommen meine Panikattacken immer abends?

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Sie können vieler Ursachen haben und jeder, der von ihnen betroffen ist, möchte diese Panikattacken einfach beenden. Der Körper löst einen Notzustand aus, der eigentlich nur für lebensbedrohliche Situationen gedacht ist.

Immer mehr Menschen haben vereinzelte oder anhaltende Panikattacken. Hierbei haben diese Attacken oft die Eigenart eines Perpetuum Mobile: Bereits vorhanden Ängste können Panikattacken auslösen und diese Attacken können wiederum neue Ängste hervorbringen.

Die meisten treffen diese Attacken abends, sobald sie nach Hause kommen oder später im Bett vor dem Schlaf. Bevor wir darauf eingehen können, warum dies der Fall ist, müssen wir kurz die Ursachen betrachten.

 

Ursachen für Panikattacken

Als Grundlage für eine möglichst schnelle Lösung der Panikattacken gibt es simpel ausgedrückt zwei potentielle Ursachenherde zu bedenken:

Zum einen können die Ursachen rein biologischer Natur sein, was im Normalfall bedeutet, dass man ein hyperaktives Nervensystem besitzt. Dadurch löst der Körper bereits bei geringen Reizen extreme Alarmbereitschaft aus.
Zum anderen, und dies ist weit häufiger, sind die Ursachen in verschiedenen psychologischen Umständen zu suchen. Viele von uns kennen vermutlich jemanden im eigenen Umfeld, dessen „Nervenköstum“ durch dauerhafte Überbelastung zu Überreaktionen neigt. Dies ist oft auch an einen gewissen Perfektionismus der jeweiligen Person gekoppelt.

Leider sind auch oft Traumata in der Kindheit oder Eltern, die selber von Angststörungen betroffen sind, ein häufiger Hintergrund.

 

Der Kreis, der durchbrochen werden muss

Hierzu ein kurzer Einblick in das vielleicht häufigste psychologische Problem bei Panikattacken, dessen Verstehen es wesentlich einfacher machen kann, diese schneller zu beenden.

Nach dem ersten Anfall, der jeden treffen kann, fangen viele Menschen oft an ihren Körper sehr viel genauer zu beobachten und jedes Geräusch des Körpers zu analysieren.

Jedes kleinste Anzeichen, das oft eigentlich unbedeutend ist, wird wahrgenommen und als Anzeichen gewertet, dass die nächste Attacke bereits im kommen ist.

Diese Angst löst dann meist den Fehlalarm des Körpers aus.
Der hieraus entstehende Teufelskreis muss erkannt werden, damit man ihn dann durchbrechen kann.

 

Warum am Abend?

Die häufigsten Ursachen der Attacken sind wie erwähnt psychologischer Natur.

Da der eben erwähnte Teufelskreis mit intensiver Selbstbeobachtung einhergeht, erleiden viele Betroffene diese nicht am Tag, da sie durch den alltäglichen Trubel und ihre Beschäftigung schlicht zu abgelenkt sind.
Doch sobald man in seinem vertrauten Heim ist, hat der Kopf wieder die Kapazitäten, den Ängsten mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Dieser Moment zieht sich dann in die späteren Abendstunden, wenn zu Hause auch noch viele Aufgaben anstehen, die erledigt werden müssen.

Viele der Betroffenen haben bereits erkannt, dass Ablenkung hilft, doch ohne professionelle Hilfe muss davor gewarnt werden, da dies oft zu viele durchgefeierten Nächte oder Drogenkonsum hervorbringt.

Zum Schluss bleibt zu sagen, dass niemand mit Panikattacken sich allein fühlen muss und die Lösungen vorhanden sind. Sie müssen nur den ersten und schwersten Schritt machen und sich helfen lassen.